Versorgungskrise nahezu in allen Bereichen!


Es gibt unterschiedliche Faktoren: Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie, Ressourcen-Mangel, fehlende Arbeitskräfte. Die Versorgung von unterschiedlichsten Gütern in Österreich wird immer problematischer.

Auf einige Neuwagen wartet man Monate, der Dünger für die Erdäpfel-Ernte wird knapp und die gewünschte Grafikkarte ist ausverkauft. Strom, Heizung, Sprit und Lebensmittel werden dauerhaft teurer. Einige wenige Beispiele.

*) Wie sehr trifft dich die Versorgungskrise, was sind deine Alternativen und was ist deine Prophezeihung für die Zukunft?

Die E-Roller/Bike Stories sind ja wirklich gute Beispiele.

Ich empfehle die neue Dok1 vom ORF: [Zu teuer, zu wenig, zu spät. Der neue Mangel](https://tvthek.orf.at/profile/Dok-1/13844820/Dok-1-Zu-teuer-Zu-wenig-Zu-spaet-Der-neue-Mangel/14129097/Dok-1-Zu-teuer-Zu-wenig-Zu-spaet-Der-neue-Mangel/15133489)

Ich persönlich seh das wirklich kritisch. Preise steigen, die Löhne bleiben gleich bzw. können nur schwer angehoben werden. Wen triffts natürlich am härtesten? Die Ärmsten, obwohl natürlich alle davon betroffen sind. Man kann nur hoffen, dass sich die Situation einpendelt…



View Reddit by Bacdy09View Source

Dieser Beitrag hat 27 Kommentare

  1. krabraxas

    Der Anlagenbau hatte schon vor Corona massive Probleme mit extremen Lieferzeiten. Die Geschehnisse der letzten 2-3 Jahre haben nur bewirkt, dass es jetzt auf die Privaten durchschlägt.

  2. machineII

    wir sollten uns eventuell das wort „Entschleunigung“ merken😅

  3. Schmittes

    Der Traum vom unbegrenzten Wachstum auf einem begrenzten Planeten.

    ​

    Ich glaub mehr muss man dazu nichts sagen. Krieg in der Ukraine, Covid & Co sind nur beschleunigende Faktoren.

  4. HartUndSteil

    Auch wenn es keiner hören will – ich auch nicht – ist wohl Verzicht die Zukunft.

    Wir leben im Überfluss und es ist fraglich, ob das so bleibt…

    Krisen gehen hoffentlich zu Ende, wir werden sehen, ob das zu einem Umdenken geführt hat.

  5. RageOfNemesis

    Grafikkarten werden im moment wieder günstiger und sind auch gut auf Lager auf Amazon. TUF 3070 Ti für 830€ zurzeit mit Tendenz fallend, US Grundpreis von 600$ is ohne Steuern und Importgebühren halt.

  6. xFayeFaye

    „Fehlende Arbeitskräfte“ ist halt auch nur ein umformuliertes „wir zahlen nicht genug, dass sich das jemand antut“. Bestes Beispiel die ITler bei uns, angestellt bekommst im schlimmsten Fall deine 1900 netto während du als Selbstständiger das dreifache machst. Dann ist ja auch klar, dass keiner in der Gastro/Pflege/Transport/Lager arbeiten will wenn es niedriger bezahlt wird als ein Beamten-Job wo man den ganzen Tag chillig sitzen kann. So viel mal dazu 😀

    Mich selbst betrifft es kaum dass Mangelware herrscht und manche Sachen teurer kommen. Den meisten Strom beziehen wir über die PV, E-Auto wird da gleich mitgeladen, beim Essen bin ich persönlich sowieso eine die immer sparen will da schaue ich schon etwas auf Mengenrabatte und friere vielleicht mal was ein wenn was über bleibt. Sonst gibts eben mal einen Monat Reis statt alle paar Tage Kartoffel 😀 Mich fic#ts erst her wenn Haustierfutter/ware teurer wird, haha!

    Hab auch eine Lohnerhöhung bekommen von 8%, das gleicht sich somit auch etwas aus. Bei den Grafikkarten wird vielleicht mal dann eben nicht auf max settings gezockt, gibt ja genug Spiele die mit der 1070 auch noch gut laufen.

    Wer sich jetzt einen Neuwagen kauft ja bitte, der solls machen, da dann zu Sudern geht mir sowas vom am *rsch vorbei.

  7. stupid_prices

    Ich hab gestern bei einer Konferenz den Kern reden gehört, der hat eigentlich recht eindringlich davor gewarnt dass das Schlimmste noch kommen wird (und warum), was die Auswirkungen vom Ukraine Konflikt angeht.

    Seitdem is mir ein bissl schlecht 😀

  8. Zwentendorf

    > Wie sehr trifft dich die Versorgungskrise, was sind deine Alternativen und was ist deine Prophezeihung für die Zukunft?

    * Wir verbrauchen zu zweit weniger als 1.000 kWh/a. Gleichzeitig haben wir noch den Luxus eines Strom-Altvertrags – mal schaun wann der angehoben wird. Selbst wenn – dank geringem Verbrauch ist das nicht so dramatisch.
    * Handy und Laptop hab ich zum Glück 2021 neu gekauft, also ist da erst einmal eine Ruhe. 3-4 Jahre sind bei einem Handy schon drin, beim Laptop eher mehr.
    * Ich bin nicht so sehr an teuren technischen Geräten interessiert. Mein Laptop hat um die 700 Euro gekostet, mein Handy um die 500. Fernseher haben wir keinen bzw. haben wir einen 5 Jahre alten Display, auf dem wir früher gestreamt haben, was aber schon ewig nimmer passiert ist. Der würde aber noch gut funktionieren.
    * Geheizt wird nicht viel, ist in Wien in einer relativ neuen Wohnung auch nicht so nötig. Warmwasser (beides Fernwärme) spielt bei mir da eher eine Rolle – wenn das empfindlich teurer wird, dann hab ich vielleicht eine Motivation weniger zu baden. (Derzeit gönn ich mir 1-2x pro Woche ein Badewannenbad, was eigentlich ned nötig wäre.)
    * Auto und Sprit sind mir egal, da ich nur öffentlich fahre. Im öffentlichen Verkehr merk ich bisher nichts von der Inflation.
    * Lebensmittel sind merkbar teurer, aber es ist aushaltbar. Ich spare halt dort wo’s für mich sinnvoll ist, d.h. Produkte, bei denen mir’s eh wurscht ist (keine schlechtere Qualität und für mich keine Geschmackseinbußen) wurden durch die Hausmarke ersetze, bei anderen bleib ich bei der hochwertigen Variante. Essen gehe ich seit Corona eh weniger (und esse mehr im Büro bzw. halt im HO daheim) – wenn ich dafür essen gehe, dann gleich was, das sich vom Alltag abhebt. Kostet dann zwar mehr, aber es gibt mir auch mehr und ich mache es ja nicht so oft. Irgendwann muß man sich ja auch was gönnen.

  9. Schiep

    Zum Thema Grafikkarten:

    Aktuell gibt es viele auf Lager zu teilweise akzeptablen Preisen (ca 25% über MSRP) und es scheint noch weiter zu fallen

  10. FirstAtEridu

    Nun ja, vielleicht ist die Ära in der der Westen über alle Verhältnisse lebte am Ende und wir müssten langsam lernen wie der Rest der Welt zu leben? Früher oder später hätte es eh so kommen müssen weil die Welt nicht unendlich viel von allem für alle hat.

  11. MangoAI

    Dass eine Rezession ansteht ist glaub ich jedem bewusst, der ein bisschen die Zusammenhänge versteht. Putin hat sicher auch deshalb seinen Krieg gestartet, weil er weiß, dass er eine so starke Position wie schon lange nicht mehr hat.

    Anyway, hab PC Teile gekauft xd

  12. VonGoth

    Ich glaub sehr viele Leute haben noch nicht wirklich am Radar wohin sich das alles entwickeln kann.

    – Aus diversen Gründen hat schon vor dem Krieg die Inflation merklich angezogen. Das sind für jeden ein paar Cent oder ein paar Euro bei vielen Dingen des Alltags. Allerdings haben viele anscheinend nicht gemerkt oder wahr haben wollen das manche Dinge wirklich auf Monate nicht lieferbar sind weil einfach überall in der Logistik- und Produktionskette Probleme aufgetreten sind. Wir haben, vielleicht zum ersten mal seit langem, einen Mangel an Gütern in der „reichen“ westlichen Welt.
    Daneben wirken sich sicher noch zig andere Sachen aus, wie eben Corona. Oder vielleicht auch das Geld drucken der letzten Jahre.

    – Dann kam der russische Angriff. Ukraine und Russland zusammen sind wichtige Lieferanten bei einer enormen Mengen an Rohstoffen, Halbstoffen und Lebensmitteln. Öl und Gas sind da nur eins davon. Steigende Preise bei Lebensmitteln werden sich Österreicher und Europäer wahrscheinlich noch leisten können. Wir können Notfalls die Ernte aus anderen Ländern aufkaufen und zahlen dann halt zehn oder zwanzig Cent mehr für die Nudeln, die Semmel oder was auch immer. Wir werden nicht verhungern.
    Für Länder in Nordafrika oder im arabischen Raum ist das aber eine Katastrophe. Den Opfern des Saudischen Angriffskrieges im Jemen wurden die Lebensmittelrationen schon jetzt halbiert.
    Das ist eine brandgefährliche Situation und kann sehr leicht zu Hungerrevolten, Revolutionen und weiteren Bürgerkriegen vor den Toren Europas führen. Russland wird seine Lebensmittelexporte sicher auch politisch nutzen.

    – Europa und auch Österreich wird eine große Anzahl Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen müssen. Über die Kosten und Auswirkungen reden wir jetzt mal nicht.

    – Aber wenn in zwei Wochen kein Gas mehr aus Russland kommt, sind wir tatsächlich gef… Dann geht’s nicht mehr darum ob wir ein paar Euro mehr für Nudeln zahlen, dann geht’s darum welche Industrie- und Gewerbebetriebe das überleben. Wir haben schlichtweg keine Alternative zu billiger Energie aus Russland. Wir nicht, Deutschland nicht, viele Länder in Osteuropa nicht.
    Das wäre dann eine Wirtschftskrise wie es sie seit 45 nicht mehr gegeben hat.

  13. Glibglob12345

    wenns zu schlimm wird schmeiss ich das handtuch in österreich und geh zurück auf meine Mittelmeer insel von der ich halb abstamme… dann chill ich hald dort… und mach mir keinen stress.

    Aber das dauert noch

  14. BLNR30

    Ich habe in letzter Zeit schon des öfteren Produkte bestellt, welche angefertigt werden müssen. Da waren früher Lieferzeiten von 2 Monaten üblich, mittlerweile waren es dann doch eher 6 Monate. Auch auf meine Kunden hat es Auswirkungen, früher hatten wir Lieferzeiten von 2 bis 4 Wochen je nach Produkt. Bei manchen Produkten wissen wir jetzt schon, dass wir sie frühestens in einem Jahr liefern werden können. Das ist auch für unsere Kunden frustrierend und kann zur Folge haben, dass sie zur Konkurrenz gehen…

  15. daHawkGR

    Ich habe mich neulich mit einem Kollegen unterhalten der im Nebenerwerb auch eine Landwirtschaft mit Milchvieh betreibt. Wenn man so hört wie die Preise für Futtermittel und Kunstdünger angezogen haben bekommt man schon ein wenig Angst vor extremen Preissteigerungen für Lebensmittel.

    Dazu kommen noch die gestiegenen Treibstoffpreise, ein Traktor oder Mähdrescher mit Elektroantrieb ist bisher noch nicht machbar und irgendwie muss der Bauer ja auch fahren.

    Dazu kommt noch die Gaskrise, 25% der Ö Haushalte heizen mit Gas und für viele große Industrien ist es unverzichtbar. 80% unseres Gasverbrauch kommt aus Russland, falls wir zuwenig bekommen können wir uns nächsten Winter aussuchen: Heizen oder Industrie, beides wird sich nicht mehr ausgehen.

  16. Ultimin

    Da denkt man, man ist mit 20 in der Primetime seines Lebens und dann sowas… well fu**

  17. difduf

    Die nächsten Jahre werden sauber ungemütlich. Die Russen werden sicher nicht klein beigeben und die Sanktionen treffen uns halt gewaltig wenn der Zeitraum lang genug ist. Energie, Weizen, Dünger etc. können wir vielleicht noch stemmen auch wenn’s nicht gemütlich ist aber was das ganze in den Regionen der Welt auslösen wird die eh schon Ernährungsprobleme haben ist nochmal was anderes. Man erinnere sich an den arabischen Frühling der durch die Weltmarkt Situation 2007/08 ausgelöst wurde und immer noch nicht durch ist.

  18. Dreilala

    Mein Auto, mein PC und meine Wohnsituation gehen allesamt dem Ende zu.

    1 Jahr werns as noch machen, danach?

    Bleibt nur zu hoffen, dass gehobene Strompreise die Nachfrage nach Computerchips reduzieren und dadurch PCs wieder leistbarer werden.

    Mehr Homeoffice und bessere Öffis können mein Auto ersetzen und am meisten Sorgen machen mir Immobilien, welche als Betongold gehortet werden, aber vielleicht bringt hier die Leerstandsabgabe ja etwas (hoffen darf man ja).

    Ich glaub nicht, dass Verzicht die Lösung sein wird, wir müssen einfach den Verbrauch optimieren. In Wirklichkeit gibt’s eh Unmengen an Einsparungpotential sobald man nicht ständig die Armeen an Mitarbeitern mitfinanzieren muss, die nichts anderes machen als sich mit der Konkurrenz um Kunden zu streiten. (Marketing, Social Media, Lobbying)

  19. rick_regger

    „nAhEzU iN AlLeN bEReIcHeN“

    I kriag ois wo’s i wü und brauch. Teurer is fü worden jo.

    Oida…

  20. Tvego

    Solange es so ist wie jetzt ist das Sudern auf extrem hohem Niveau. Omg, ich krieg keine High End Gaming Graka zu günstigen Preisen. Huiui, ich muss auf einen Neuwagen länger warten. Ohje ich muss ein paar Cent mehr für Sprit zahlen…

  21. Mean__MrMustard

    Also so schlimm merke ich es hinsichtlich der Verfügbarkeiten von Geräten & Co. nicht.
    Hab mir gerade ein neues Smartphone gekauft (aktuelles Flagship-Modell) und das war lagernd und kam nach 2-3 Tagen.
    Ärgern tut es mich bei der PS5, die hätte ich schon mal gerne, aber da liegts ja in erster Linie beim Chip-Mangel. So muss ich halt noch ein paar Monate warten, also nicht so schlimm.

    Lebensmittelpreise könnten halt echt noch mehr anziehen und das wäre sehr ungut für die meisten von uns. Von den Auswirkungen von etwaigen großen Ernte-Ausfällen in der Ukraine und Russland will ich gar nicht beginnen, da wird es in erster Linie in Afrika einige Hungersnöte geben. Nur können wir da nicht wirklich was machen, also bleibt nur hoffen, dass es nicht so schlimm wird.

  22. MrTomansky

    Einer meiner größten Sorgen als Lebensmitteltechniker ist natürlich der Qualitätstandard der Lebensmittel, mit dem wir zwar im Vergleich zu anderen Ländern prahlen können, aber auf jeden Fall Luft nach oben hat. Gerade deswegen hoffe ich, dass wir da nicht noch mehr einsparen.

  23. Horizon317

    Auch sachen wo man sichs überhaupt nicht denkt. Bin Landwirt. Bei meinem Traktor Baujahr 95 ist die Glastür zersprungen. Normalerweise ein paar tage Wartezeit auf die neue Tür aus Sicherheitsglas . Im September ist sie mir wieder zersprungen. Wir haben die neue Tür im Februar bekommen. Inzwischen hat uns unser mechaniker einen Ersatz aus Plexiglas gemacht damit uns beim Fahren im Winter ned kalt wird.

  24. Vic-Ier

    Proteinpulver hat sich seit 2021 im KG Preis praktisch verdoppelt.

  25. LazyDiscussion3621

    Naja, wenn sich die Bedingungen ändern, dann ändern sich die Maßnahmen. Große Sorgen braucht nur der haben der alles ganz genau so haben will wie bisher, vor allem die selben Luxusgüter aus Überfluss. Für die Armen muss natürlich eine soziale staatliche Lösung her, denn Grundbedürfnisse müssen abgedeckt sein.

  26. inn4tler

    In Deutschland gibt es auf Baustellen bereits Baustopps, weil kein Material mehr zu bekommen ist. Als Konsumenten haben wir zwar überall erhöhte Preise, aber das könnte erst der Anfang gewesen sein. Wir können unser Leben im Moment noch so leben wie bisher. Aber je länger der Zustand anhält, desto mehr werden wir den Mangel spüren.

    Was mir am meisten Sorgen macht, ist die Nahrungsmittelsicherheit. Ohne den Dünger aus der Ukraine bekommen wir mittelfristig ein Problem. Nicht nur bei Erdäpfel. Noch ärger wird es in ärmeren Staaten, wo solche Zustände zu Kriegen führen können, weil die Stimmung ohnehin schon aufgeheizt ist und es keine Alternativen gibt.

    Es könnte sein, dass wir schon bald nicht mehr alles zu jeder Zeit essen und kaufen können.

    Sehr kritisch könnte die Lage auch bei elektronischen Bauteilen werden. Die Chip-Krise wird mit dem Ukraine-Konflikt auf ein neues Level gehoben. Zur Chip-Produktion wird Neon verwendet. Die Ukraine ist mit Abstand der größte Neon-Produzent der Welt.

    Dazu noch die hohe Inflation und die Problematik mit dem russischen Gas. Das entwickelt sich alles in keine gute Richtung. Als wir „nur“ die Pandemie hatten, war ich recht zuversichtlich, dass sich das wieder in 1-2 Jahren einpendelt. Jetzt habe ich diese Zuversicht gerade nicht, weil es mittlerweile einfach an zu vielen Fronten Probleme gibt. Wir können nur hoffen, dass wir durch diese Phase mit ein bisschen Improvisation durchkommen und in ein paar Jahren ein wirtschaftlicher Aufschwung einsetzt.

  27. gwi1785

    sand, bestimmte arten, wird auch knapp.

    Und wir verpulvern gerade Sturm und Wasser als hätten wir es für alle Ewigkeit.

    Aber der Wachstums Kapitalismus wird sich nicht so schnell geschlagen geben und wie bisher nach Heuschreckenart durch die Welt ziehen.

Kommentare sind geschlossen.